
Auch berühmte Maler waren Söhne der Stadt Zeulenroda. Zum Beispiel die Malerfamilie Grünler. Der Weber Heinrich Grünler und seine Ehefrau Christiane Dorothea, geborene Carol, sind die Eltern hochbegabter Kinder gewesen.
Der älteste und berühmteste Sohn war Ehregott Grünler (1797 bis 1884). Er besuchte die Akademie in Dresden. Später ging er nach Weimar. Hier wurde er Professor der Malkunst. Er porträtierte vor allem Personen. Grünlers Gemälde zeichneten sich durch die vornehme Weise der Darstellung aus. In seinen alten Tagen kehrte er nach Zeulenroda zurück. Ehregott Grünler (Foto) kaufte das Haus Schleizer Straße 2. Er war verheiratet und lebte hier mit seiner Ehefrau und seinen fünf Kindern.
Eduard Grünler, geboren 1799, war Fürstlich Reußischer Hofmaler in Greiz. Er lebte bis 1879.
Louis Grünler (1809 bis 1886) bevorzugte es, Tiermotive zu malen, besonders Pferde. Man nannte ihn deshalb "Pferdemaler". Er war später in Löhmen Stallmeister und soll in Wien gestorben sein.
Erdmann Grünler war kein Maler, sondern Lehrer in Greiz und später Rektor in Zeulenroda. Er lebte von 1811 bis 1893.
Leo Grünler - er lebte von 1816 bis 1843 - starb bereits mit 27 Jahren. Er hat aber über 300 Studienzeichnungen und Bilder hinterlassen. Die Familie wohnte in der Aumaischen Straße 30. 1854 brannte das Haus ab. Der in Böhmen lebende Sohn ließ später hier den großen Grünlerschen Garten anlegen. Auf die Brandstätte baute später Baumeister Seeling das Schoppersche Haus, das heutige Museum.

Ein weiterer großer Maler der Stadt war Friedrich Reimann, geboren am 4. September 1896 in Maria Schein in der ehemaligen Tschechoslowakei. 1908 zog die Familie nach Zeulenroda. Nach der Lehre als Dekorationsmaler ging Reimann an die Kunstakademie in Dresden und studierte hier darstellende Kunst. Vor allem durch die Darstellung von Tieren und deren Umgebung kam Reimann zu großen Erfolgen. Seine Bilder geben die realistische Tierwelt wieder.
In den Jahren 1936 bis 1942 konnte er seine Bilder im Haus der Deutschen Künste ausstellen. Nach dem Krieg ist das Naturkundemuseum Gotha mit Tierbildern von ihm ausgestattet worden. Der berühmteste Abschluss seines Schaffens war die Mitarbeit an Professor Grzimeks "Tierleben". Mit den Tierdarstellungen für dieses Werk, das eine weltweite Verbreitung erfahren hat, erlangte Friedrich Reimann weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus Bekanntheit. Reimann starb am 21. Juli 1991 in Zeulenroda. Nach seinem Tode ernannte ihn die Stadt zum Ehrenbürger.
Die historischen Persönlichkeiten in der Kurzform zum nachlesen.